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Gartner, Forrester und McKinsey: Technik-Trends für 2017 und später

22

Dez
2016

Veröffentlicht am 22.12.2016
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Foto: pixaybay/jeferrb
Dieses Mal gehen wir in die Vorlage: Nachdem Michael Kroker im Februar bei  wiwo.de die Tech-Trends für 2016 vorstellte und wir das im Telefónica BASECAMP wirklich gern lasen, können wir bisher keinen ähnlichen Artikel für das kommende Jahr finden. Deshalb veröffentlichen wir nun selbst unsere Vermutungen darüber, welche Technologien den Trend für 2017 bestimmen werden. Unsere Quellen sind vom Feinsten: die Marktforscher von Gartner, Forrester und McKinsey. Sie sind sich überraschend einig.

Ein digitales Stethoskop kann heute schon Herztöne und Atemgeräusche aufnehmen und speichern, erklärt beispielsweise Gartner. Doch demnächst könnte es auch als intelligenter Gegenstand funktionieren, der solche Daten in großen Mengen erfasst und mit dem Fachwissen aus Medizin-Datenbanken abgleicht. Jeder Doktor könne bald so eine Helfer-App haben, die auf künstlicher Intelligenz basiert und Ärzte in Echtzeit bei ihren Diagnosen und Behandlungen unterstützt.

Gartner: Intelligent, digital und Mesh für 2017

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen würden ab 2017 zu selbstverständlichen Bestandteilen von Alltagsgegenständen, wie Haushaltsgeräten, Lautsprechern oder Instrumenten im Krankenhaus. Parallel dazu gehe der Technik-Trend immer mehr zu Conversational Systems, mit denen man sich ganz normal unterhalten kann, zur Erweiterung des Internets der Dinge zu einem allumfassenden Digital Mesh, das aus Menschen, Dingen, Prozessen und Services besteht, sowie zu digitalen Zwillingen, die Milliarden von Gegenständen aus der realen Welt noch einmal virtuell abbilden, damit sie kontinuierlich analysiert und simuliert werden können.

Foto: pixaybay/geralt

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Intelligent, digital und Mesh: Diese drei Themen bilden die Basis für die Top-10-Trends, die erst kürzlich auf dem Gartner Symposium/ITxpo für 2017 angekündigt wurden. Die neuen Technologien seien gerade erst im Entstehen und hätten dennoch schon das Potenzial, ganze Branchen durcheinander zu wirbeln. Wer sich genauer dafür interessiert, wie beispielsweise Intelligente Apps und Gegenstände oder digitale Zwillinge und Blockchains oder die neue Mesh App and Service Architecture (MASA) funktionieren, der liest am besten hier noch mehr. Denn wir schauen gleich weiter und sehen nach, welche neuen Techniken die Analysten von Forrester in den nächsten vier Jahren für wichtig halten.

Forrester: 15 Techniken für unsere Zukunft

Noch vor wenigen Jahren wurden Social, Mobile, Cloud und Big Data als die heißen Trends angekündigt, die bald alles umkrempeln würden. Manager und Entscheider mussten sich plötzlich fragen lassen, was durch Datenanalysen möglich wird oder ob Cloud-Computing vielleicht ihr ganzes Geschäftsmodell auf den Kopf stellt. Und natürlich wollte jeder verstehen, wie man durch Sozialnetzwerke noch mehr Menschen für seine Botschaften erreicht.

Doch 2016 ist die Big-Data-Technik Hadoop bereits zehn Jahre alt, die Cloud gibt es sogar noch länger und Social gehört beim Leben und Arbeiten überall dazu. Die aufregende Neuheit von gestern gehört heute längst zum Alltag. Und wohin geht die Reise jetzt?

Foto: pixaybay/pexels

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Es sind ganze 15 Techniken, die unser Leben in den kommenden Jahren grundlegend verändern sollen, zeigen die Untersuchungen von Forrester. Das geht von IoT-Software und IoT-Lösungen über Echtzeit-Interaktionsmanagement und Customer Journey Analytics bis zum Edge Computing und anderen sogenannten Unterstützer-Technologien.

Doch am wichtigsten sollen diese neuen Entwicklungen in den kommenden vier Jahren sein:

  1. IoT-Software und darauf basierende Lösungen machen das Internet der Dinge endlich auch für Endkunden nutzbar. Nachdem bisher vor allem Unternehmen diese neuen Techniken nutzen konnten, sind sie nun reif für eine breite Nutzung. Unsere neue Berliner Startup-Tochter Telefónica NEXT arbeitet deswegen auch schon an neuartigen Lösungen für Consumer IoT.
  2. Immer mehr intelligente Agenten werden für uns arbeiten. Das sind Computerprogramme oder Roboter, die unsere Bedürfnisse erkennen und sie auch erfüllen, indem sie automatisch Entscheidungen für uns treffen. Dafür nutzen sie künstliche Intelligenz und kognitive Technologien, wie sie auch bei unserer Veranstaltung future.work zusammen mit dem WIRED-Magazin im Telefónica BASECAMP vorgestellt wurden.
  3. Augmented Reality überlagert unsere Wahrnehmung der realen Welt mit immer mehr digitalen Informationen. Dafür werden auch mehr Kameras und Displays in ständig neue Geräte eingebaut. Während Virtual Reality noch Anfang 2016 als nächster großer Trend galt, soll nun die Augmented Reality in den kommenden Jahren mehr Potenzial haben: zuerst für Unternehmen und dann auch bald für Endkunden. Schon ab 2021 soll man kaum noch zwischen virtuellen Wahrnehmungen und dem realen Leben unterscheiden können. Durch AR-Brillen wie Microsoft HoloLens wachsen diese Welten zusammen.
  4. Und eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch im Mobilfunk: Durch neue hybride Wireless-Technologien wachsen die bisherigen drahtlosen Übertragungstechniken zusammen. Neue Hardware und Software erlauben den Endgeräten, ganz beliebig zwischen Anbietern, Protokollen oder Frequenzbändern zu springen – oder sie auch alle gemeinsam zu nutzen. Dabei ist es ganz egal, ob nun WLAN, LTE, Sigfox oder Radiofrequenzen und sogar Lichtstrahlen für den Transport von Daten genutzt werden. Bis 2021 soll eine virtuelle Netzwerk-Infrastruktur entstehen, die alle bisherigen mobilen Übertragungswege verknüpft.

In der Debatte über den neuen 5G-Standard werden ähnliche Szenarien verwendet. Und überhaupt beginnt sich die Zukunft zu wiederholen, wenn man mehr darüber liest. Denn auch McKinsey benennt mobile Kommunikationstechniken, IoT, selbstlernende Maschinen, Roboter und Blockchain als die kommenden großen Trends in seinem Artikel über die fünf Technologien für die nächsten zehn Jahre.

Es lässt sich erkennen, dass die Prognosen der weltbesten Marktbeobachter gar weit auseinander liegen. Deshalb spekuliert Forbes auch schon frech, dass sie vielleicht heimlich zusammenarbeiten. Von der Zukunft haben wir anscheinend schon genug gelesen. Nun kann sie endlich kommen. 2017 soll es losgehen.

Über den Autor

Markus Oliver Göbel ist Senior Public Relations Manager und Pressesprecher für das Telefónica BASECAMP. Davor arbeitete er bei Telefónica Deutschland als Pressesprecher für Innovationen, B2B, Netztechnik, Startups und Social Media. Der Diplom-Journalist absolvierte die Deutsche Journalistenschule und schrieb viele Jahre für FTD, DIE ZEIT, Wirtschaftswoche und andere große Medien. Außerdem auch für bekannte Blogs wie TechCrunch oder News-Websites wie AreaMobile und Heise Online.