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Artikel

Future Work: Diese sieben Gartner-Trends bestimmen die Zukunft unserer Arbeit

02

Aug
2018

Veröffentlicht am 02.08.2018
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Die Marktforscher von Gartner untersuchen seit bald 40 Jahren die neuesten Entwicklungen im Technik-Bereich und in angrenzenden Gebieten. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zukunft der Arbeit, die immer stärker durch die Digitalisierung bestimmt wird. In ihrer Website-Rubrik Smarter with Gartner haben sie neulich analysiert, welche Veränderungen in Büros und Fabriken zu erwarten sind. Dabei sollen sieben Trends besonders wichtig sein, die wir heute vorstellen.

In der Analyse geht es weniger um neue Techniken, als um generelle Entwicklungen, die bereits laufen und sich immer stärker auswirken. So haben beispielsweise digitale Geschäftsmodelle und Plattformen bereits viele Veränderungen bewirkt, aber ein Ende ist noch nicht abzusehen. “Cloud-Services beschleunigen den Umstieg auf immer neue Techniken mit einer Geschwindigkeit, die früher mit lokal installierten Anwendungen undenkbar war”, sagt Gartner-Analyst Matt Cain.

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Gleichzeitig verändern sich unsere Arbeitsweisen durch neue Modelle wie die Gig Economy und flache Hierarchien. Während die künstliche Intelligenz im Begriff ist, insgesamt zu verändern, wie Arbeit überhaupt erledigt wird.” Der Experte hebt drei übergreifende Trends hervor, die zwischen 2022 und 2026 in Industrieländern zu erwarten sind:

  • Die digitalen Fertigkeiten der Mitarbeiter werden noch wichtiger für Unternehmen
    Niemand weiß genau, was die Entwicklung bringt, aber eins ist sicher: Umso besser die Digitalkenntnisse ihrer Mitarbeiter sind, umso leichter können Unternehmen bei den kommenden Veränderungen mithalten.
  • Neue Techniken kommen immer schneller zum Einsatz
    Die Auswirkungen von Techniken wie Blockchain, künstlicher Intelligenz, Internet der Dinge und 3D-Druck werden grundlegend die Art und Weise verändern, wie Arbeit geleistet wird”, sagt Cain. “Die API-Wirtschaft und die Plattform-Ökonomie drücken neue technische Veränderungen in den Mainstream.” Software-as-a-Service beschleunige den Technologiewandel: durch Cloud-Anwendungen für Office- und Personal-Management sowie durch Spezialanwendungen für IT-Service, Finanzen, Vertrieb und Marketing.
  • Digitale Fertigkeiten werden gemessen
    Die wachsende Bedeutung von digitalen Fertigkeiten erzeugt eine Nachfrage nach Messinstrumenten. Unternehmen setzen sozialwissenschaftliche Umfragen und Beobachtungen ein, um Informationen darüber zu sammeln. Sie werden mit Daten aus IT und HR kombiniert, um die Kenntnisse zu messen.
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Künstliche Intelligenz (KI) wird sich durchsetzen: Der bisherige Begeisterung drehe sich vor allem um die Aufbereitung von unstrukturierten Daten, damit herkömmliche Software sie leichter verarbeiten kann. Doch KI werde auch stark beeinflussen, wie Arbeit zugewiesen, fertiggestellt und bewertet wird. Die Auswirkungen sollen sich schon jetzt erkennen lassen:

  • Vormarsch der Algorithmen
    Die KI wird zwar kein Vorgesetzter, doch sie wird Manager-Aufgaben automatisieren. Algorithmen analysieren Aktivitäten am Arbeitsplatz und helfen beim Verbessern von Leistungen.
  • Der Arbeitsplatz wird intelligent
    Die Arbeit in den Büros hat sich bereits gründlich verändert. Der nächste Schritt sind intelligente Arbeitsbereiche, die mit Beacons, Sensoren und Stellmotoren versehen sind, um sich den Nutzern anzupassen. Die Mitarbeiter verwenden beispielsweise Apps, die zum nächstgelegenen Parkplatz führen und den passenden Arbeitsplatz zuweisen, sobald sie das Gebäude betreten.

Die Gig Economy wächst weiter: Firmen übernehmen immer mehr Arbeitsweisen von Internet-Plattformen für Freelancer-Jobs, die geeignete Experten für kurzfristigen Aufträge finden können. Traditionelle Strukturen werden damit durchlässiger und agiler.

  • Marktplätze für Arbeitsaufträge in Unternehmen
    Freelance-Marktplätze helfen schon heute bei der Suche nach Kurzzeit-Mitarbeitern. Während beruflich genutzte Sozialnetzwerke oder Anbieter von Recruiting-Software neue Matching-Algorithmen für Angebot und Nachfrage entwickeln. “Durch diese beiden Trends werden unternehmensinterne Marktplätze für Arbeit entstehen”, erklärt Cain und wiederholt damit eine These aus dem Buch Das Digital, das wir schon im Frühjahr im Telefónica BASECAMP vorstellten. Führungskräfte können mit diesen Märkten die Talente ihrer Firma besser einsetzen, und Mitarbeiter können sich anbieten oder suchen lassen.
  • Traditionelle Karrierewege gehen auseinander
    Bisher zeichnen Unternehmen die Karrierewege vor, doch auch das wird sich ändern. Weil Mitarbeiter immer mehr Wert auf das Sammeln von Erfahrungen und die Verbesserung ihrer individuellen Kompetenzen legen, werden Standard-Karrieren immer seltener.

Die Mitarbeiter sind der einzige wirkliche Wettbewerbsvorteil von Unternehmen”, sagte Adam Robinson im vergangenen Jahr bei unserer future.work-Veranstaltung im Telefónica BASECAMP. Produkte, Technik und Marketing könne man kopieren, erklärte der Personalexperte und CEO der Chicagoer Firma Hireology, die datenbasierte Lösungen zum Zusammenstellen von Teams anbietet. Aber dennoch hätten viele Firmen sogar bessere Prozesse für ihr Büromaterial als für das Personalwesen. Sie sollten alle einmal die Trend-Analyse von Gartner lesen und sich auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten.

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des Telefónica BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.
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Über den Autor

Markus Oliver Göbel ist Senior Public Relations Manager und Pressesprecher für das Telefónica BASECAMP. Davor arbeitete er bei Telefónica Deutschland als Pressesprecher für Innovationen, B2B, Netztechnik, Startups und Social Media. Der Diplom-Journalist absolvierte die Deutsche Journalistenschule und schrieb viele Jahre für FTD, DIE ZEIT, Wirtschaftswoche und andere große Medien. Außerdem auch für bekannte Blogs wie TechCrunch oder News-Websites wie AreaMobile und Heise Online.