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#DataDebates: Was leisten Mensch und Maschine am Arbeitsplatz?

11

Mai
2017

Veröffentlicht am 11.05.2017
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Foto: pixabay / geralt
Was leisten Mensch und Maschine am Arbeitsplatz? Das ist die große Frage, die über unserer nächsten Ausgabe der Tagesspiegel Data Debates mit Telefónica Deutschland als Initiator und Partner steht. Am 18. Mai geht es um die Arbeitswelt der Zukunft und die Anmeldung zur Teilnahme an der Debatte mit führenden Experten für Personal-Management, von der Bundesregierung und den Gewerkschaften ist noch für einige Tage hier möglich. AuchTelefónica Deutschland beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und hat einige interessante Antworten und Lösungen gefunden.

Für die nächste Ausgabe der #DataDebates erwarten wir Prof. Helge Braun, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin im Kanzleramt, Reiner Hoffmann, den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), und Katharina Heuer, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) und davor langjährige Personalverantwortliche bei der Deutschen Bahn sowie bei Daimler. Sie werden mit dem Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff darüber debattieren, wie sich die Arbeitswelt durch den Einfluss der Digitalisierung verändert und welche Entwicklungen uns noch bevorstehen. Auch das Publikum im Telefónica BASECAMP kann sich wieder durch Abstimmungen mit dem Tagesspiegel Voting Pad an dieser Diskussion beteiligen.

Künstliche Intelligenz: Zweite Welle der Digitalisierung

Künstliche Intelligenz (KI), selbstlernende Maschinen und Roboter sind die wichtigsten technischen Trends der kommenden Jahre. Sie haben die Entwicklungslabore verlassen und bestimmen ab jetzt unser Arbeitsleben. Das haben die die Marktforscher von Gartner, Forrester und McKinsey schon vor einigen Monaten in ihren Prognosen für 2017 und die folgenden Jahre vorhergesagt. “Wir befinden uns in der zweiten Welle der Digitalisierung, in der Maschinen selbstständig miteinander kommunizieren und auch eigene Lösungen für ihre Aufgabenstellungen finden können, erklärte Prof. Wolfgang Wahlster, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), im Februar bei einer Veranstaltung im Telefónica BASECAMP.

Künstliche Intelligenz gibt es jetzt sogar als Webservice aus dem Internet, den jedes Unternehmen beliebig nach Bedarf für eigene Anwendungen nutzen kann, so wie man es bisher nur von Software, Rechenkapazität oder Speicherplatz aus der Cloud kannte. Amazon, Google, IBM oder Microsoft bieten Lösungen dafür an – und die EU unterstützt Forschungen für eine Industrie-Plattform für KI on Demand, mit der Unternehmen noch effizienter arbeiten und ihre Mitarbeiter von Routine-Aufgaben entlasten können. “Künstliche Intelligenz ist eine Chance für die Arbeit der Zukunft: Wenn man sie richtig einsetzt, schafft sie neue Freiräume und ermöglicht uns Menschen ein kreativeres Arbeiten”, sagt deshalb auch Markus Haas, der CEO von Telefónica Deutschland.

Telefónica: Analytical Insights Center und Digital Brain

Bei Deutschlands Mobilfunkanbieter mit den meisten Kunden gibt es schon einige interessante Beispiele für ihren Einsatz. Telefónica Deutschland setzt künstliche Intelligenz und Advanced Data Analytics in verschiedenen Arbeitsprozessen ein, weil das Unternehmen sich zum Ziel gesetzt hat, zur OnLife Telco zu werden, um die Wünsche seiner Kunden in der digitalen Welt jederzeit zu erfüllen. Eine Anwendung ist das Analytical Insights Center: eine Datenplattform, bei der Algorithmen den Markt analysieren und Mitarbeiter jederzeit sämtliche Geschäftsinformationen abrufen können. “Damit haben wir das Herrschaftswissen im Unternehmen abgeschafft – jeder hat jederzeit Zugang zu allen Informationen”, erklärt Thomas Gottschlich, Managing Director Human Resources von Telefónica Deutschland.

Brain printed

Foto: Shutterstock / wavebreakmedia

Ein anderes Beispiel ist das Digital Brain: Mit dieser Plattform sorgt die Abteilung für interne Kommunikation bei Telefónica Deutschland dafür, dass die Mitarbeiter ihr Wissen optimal nutzen und mit Kollegen teilen können. Denn das Digital Brain findet automatisch die richtigen Ansprechpartner für alle Fragen. Genau wie das automatische Routing in einem Navigationsgerät sucht das KI-System im Intranet selbsttätig nach passenden Kollegen und lernt kontinuierlich aus ihren Antworten, wer der beste Experte für welches Thema ist. Das Digital Brain basiert dafür auf einem neuronalen Netzwerk, das selbstlernend ist und mit der Zeit immer geschickter wird.

So wird die Zusammenarbeit verbessert und es wird vor allem auch Fachwissen nutzbar, das gar nicht zu den beruflichen Aufgaben der einzelnen Mitarbeiter gehört. Das führte beispielsweise schon dazu, dass ein Problem mit einem Windows-Update von einem Kollegen gelöst wurde, der gar nicht in der IT-Abteilung arbeitet. Sein Einsatzbereich ist der Kundenservice in Nürnberg, doch privat ist er ein echter Computer-Crack. Auch bei der Personalauswahl, in der Netzplanung und bei vielen anderen Prozessen nutzt Telefónica Deutschland intelligente Digitaltechnologien.

Künstliche Intelligenz und Datenanalysen dienen damit als Werkzeuge, um die Arbeit einfacher und besser zu machen – und um den Mitarbeitern mehr Freiraum für ihre Kreativität zu schaffen. Die neuen Techniken werden bei Telefónica Deutschland in immer mehr Bereichen verwendet. “Im Grunde wird jeder von uns zum Daten-Analysten: Nur wer versteht, wie digitale Tools funktionieren, kann die Ergebnisse richtig interpretieren”, sagt Thomas Gottschlich. Er wird die vierte Ausgabe der Tagesspiegel Data Debates am 18. Mai mit einem Impulsvortrag eröffnen und noch weitere interessante Beispiele dafür präsentieren, wie sich die Arbeitswelt der Zukunft entwickelt. Zu der Anmeldung geht es hier.

Über den Autor

Unser Pressesprecher für Innovationen, B2B, Startups und Social Media absolvierte die Deutsche Journalistenschule und arbeitete viele Jahre für FTD, DIE ZEIT, Wirtschaftswoche und andere Medien. Daneben schrieb Markus Oliver Göbel für bekannte Blogs wie TechCrunch oder The European.
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