Image
HEADER-Bildt-Carl-Data-Debates3-2540x1000
Foto: Anna Sigvardsson
Artikel

#DataDebates: Carl Bildt und CEO Markus Haas im Telefónica BASECAMP

11

Apr
2017

Veröffentlicht am 11.04.2017
Lade Veranstaltungen

Foto: Anna Sigvardsson
Die nächste Ausgabe der Tagesspiegel Data Debates mit Telefónica Deutschland als Initiator und Partner wird internationalen Charakter haben: Am 27. April diskutiert CEO Markus Haas mit Carl Bildt, Vorsitzender der Global Commission on Internet Governance und ehemaliger Ministerpräsident von Schweden, über digitale Souveränität. Deshalb wird auch die Debatte, die einem Impulsvortrag des Vorstandsvorsitzenden von Telefónica Deutschland folgt, bei dieser Veranstaltung auf Englisch geführt. Moderatorin des Abends ist Anna Sauerbrey, die das Meinungsressort beim Tagesspiegel leitet. Eine Anmeldung ist noch für einige Tage hier möglich.

Carl Bildt galt schon vor vier Jahren als Best Connected World Leader auf Twitter und hat fast 640.000 Follower auf seinen zwei Accounts, weil seine Tweets sehr interessante Einblicke in die internationale Politik und neue technische Entwicklungen geben. Der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für den Balkan, der heute einen globalen Gesellschaftsvertrag für das Internet fordert, ist ein scharfer Beobachter. Selbst schwerste Themen kommentiert er treffsicher bei Twitter in 140 Zeichen.

Carl Bildt: Top-Kommentator und Twitter-Leader

Die Informationstechnologie hat zweifelsfrei einen großen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum”, sagt Carl Bildt beispielsweise. “Regierungen, Politiker und internationale Organisationen müssen deshalb das Potenzial des Internets nutzen, um der globalen Entwicklung und den Mitwirkungsmöglichkeiten jedes einzelnen zu dienen.”

Eine Studie der Weltbank habe unter anderem gezeigt, dass zehn Prozent mehr Breitbandausbau im Festnetz das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent steigern. Das würde in Deutschland fast 44 Milliarden Euro entsprechen. Mit solchen kurzen Diskussionsbeiträgen zeigt Carl Bildt oft schon in einem kleinen Format, worum es bei dem großen Thema der digitalen Souveränität eigentlich geht. Doch was versteht man überhaupt unter diesem Fachbegriff?

Bildt-Carl-GCIG-1280x720

Foto: Anna Sigvardsson

Digitale Souveränität bezeichnet die Möglichkeit eines Menschen, digitale Medien selbstbestimmt nutzen zu können. Sie umfasst seine individuellen Fähigkeiten, wie die Medienkompetenz, aber vor allem auch äußere Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen, um einen souveränen Umgang mit digitalen Medien zu gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise sichere Transportwege für die Daten, geeignete digitale Angebote und eine förderliche Regulierung. Die Nutzer von digitalen Anwendungen sollen damit die Kontrolle über ihre Sicherheits- und Datenschutzinteressen behalten und nicht in ungewollte Abhängigkeiten geraten. So steht es auch in den Leitplanken Digitaler Souveränität, welche die Bundesregierung veröffentlicht hat.

Markus Haas: Umgang mit Daten entscheidet über Zukunft

Für Telefónica Deutschland als Treiber der Digitalisierung ist das ein Kernthema“Wie wir die Regeln für den Umgang mit Daten definieren, wird entscheidend für unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft sein”, sagt CEO Markus Haas. Solche Fragestellungen sind momentan besonders aktuell, weil die digitale Vernetzung unseres Alltags und der Stellenwert des Internets mit der nächsten Mobilfunkgeneration noch einmal stark zunehmen werden. Der als 5G bezeichnete neue Standard soll zwar erst ab 2020 zum Einsatz kommen, doch er wird bereits von verschiedenen Netzbetreibern erprobt. Auch Telefónica Deutschland gab auf der CeBIT einen Einblick in diese Entwicklung und bereitet im TechCity-Projekt mit Huawei die nächsten Schritte auf dem Weg zu dem neuen Hochgeschwindigkeitsnetz vor.

Markus Haas, CEO Telefónica Deutschland

Markus Haas, CEO Telefónica Deutschland

Aber wie können wir sicherstellen, dass jeder Einzelne digitale Souveränität erlangt und von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren und so seine digitale Zukunft selbst bestimmen, kontrollieren und steuern kann? Wie kann eine Balance zwischen der Datensouveränität von Privatpersonen und dem Freiraum für digitale Innovationen von Unternehmen geschaffen werden? Wollen wir eine Innovationskultur, die durch ein “Ask for Permission” oder durch ein “Ask for Forgiveness” geprägt ist?

Solche Fragen behandelt die nächste Ausgabe der Tagesspiegel Data Debates mit dem Titel “Digitale Souveränität – Treiber oder Hemmschuh für Innovation und gesellschaftliche Entwicklung?” im Telefónica BASECAMP. Auf den Impulsvortrag von Markus Haas und die Diskussion mit Carl Bildt folgt wieder eine Debatte mit dem Publikum, das durch seine Abstimmungen mit dem Tagesspiegel Voting Pad in das Geschehen auf der Bühne eingreifen kann. Parallel dazu laufen die beliebten Diskussionen und Votings auf Twitter mit dem Hashtag #DataDebates. Zu der Anmeldung für den 27. April geht es hier.

Über den Autor

Unser Pressesprecher für Innovationen, B2B, Startups und Social Media absolvierte die Deutsche Journalistenschule und arbeitete viele Jahre für FTD, DIE ZEIT, Wirtschaftswoche und andere Medien. Daneben schrieb Markus Oliver Göbel für bekannte Blogs wie TechCrunch oder The European.