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Buchvorstellung mit Tijen Onaran: Wie nicht nur Frauen besser Netzwerken

13

Mrz
2019

Veröffentlicht am 13.03.2019
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Foto: Henrik Andree
Tijen Onaran wird in der digitalen Szene als Ausnahmeerscheinung gehandelt. Die Gründerin der Global Digital Women verhilft mit ihrer Plattform Frauen in der Tech-Branche an Sichtbarkeit zu gewinnen. Selbst erfolgreiche Netzwerkerin, hat sie nun auch ein Buch zum Thema geschrieben. Am Montagabend las sie Auszüge aus ihrer Netzwerkbibel – Zehn Gebote für erfolgreiches Networking im Telefónica BASECAMP vor. Mit dabei war auch Antje Neubauer, Leiterin Marketing und PR bei der Deutschen Bahn, die ihre eigenen Networking-Erfahrungen teilte.

Netzwerken, das sei ein Thema, das ihr persönlich als Head of Public Relations bei Telefónica Deutschland besonders am Herzen läge, erklärte Iris Rothbauer in ihren einleitenden Worten. Schließlich sei es Teil ihrer Jobbeschreibung. Lange, so beschrieb sie, sei Netzwerken eine Männerdomäne gewesen und häufig auch mit dem negativen Image der Vetternwirtschaft besetzt gewesen. Deshalb freue sie sich ganz besonders über das Buch von Tijen Onaran, die “als eine der bekanntesten digitalen Vordenkerinnen” mit gängigen Vorurteilen aufräume. Neben Onaran begrüßte sie Antje Neubauer, die 2018 als Kommunikatorin des Jahres ausgezeichnet wurde.

Digital oder analog: Neues Netzwerken durch Social Media

Dass Netzwerken ein negatives Image nicht verdient habe, darin waren sich Onaran und Neubauer sofort einig. Schließlich sei es nichts anderes als “Beziehungen aufzubauen und zu pflegen“, wie Onaran sagte. Neubauer pflichtete ihr bei und ergänzte: “Ich glaube, dass viele Menschen, die erfolgreich sind, das sind, weil sie ein gutes Netzwerk haben“. Das habe aber nichts damit sich zu tun, dass einem Jobs zugeschachert würden. Vielmehr gehe es darum, im Netzwerk Unterstützung und Rückhalt und nicht zuletzt Inspiration zu finden, insbesondere zu Themen, bei denen man noch nicht so viel Erfahrung habe.

Tijen Onaran, Iris Rothbauer und Antje Neubauer | Foto: Henrik Andree

Dabei käme es gar nicht so sehr darauf an, welche Art von Netzwerk man habe. Sie sei in ganz verschiedenen Netzwerken unterwegs, erklärte Neubauer. Die Doppelkopfrunde aus Studienzeiten sei für sie ebenso wichtig, wie ihre Kontakte aus den sozialen Medien. Für sich selbst das richtige Format zu finden, sei maßgeblich, sagte auch Onaran. Dennoch böten die Sozialen Medien heute ganz neue Möglichkeiten, besonders für eher zurückhaltende Menschen. Netzwerken sei hier viel transparenter und Introvertierte hätten die Chance, erst einmal zu beobachten und die Haltungen der anderen zu erfahren. Überrascht zeigte sich Neubauer außerdem darüber, wieviel Nähe über Social Media entstehen könne. Ihre Entscheidung zum Ende des Jahres bei der Bahn aufzuhören, hätte ihr eine Flut sehr persönlicher Lebensgeschichten beschert.

Tijen Onaran und Antje Neubauer | Foto: Henrik Andree

Richtig netzwerken: Klasse statt Masse

Im Anschluss an die Diskussionsrunde las Onaran zwei kurze Passagen aus ihrem Buch zu unterschiedlichen Netzwerktypen vor. Zwei Negativbeispiele, von denen man aber durchaus lernen könne. Unterhaltsam beschreibt sie den Typ “Gernegroß”, dem es vor allem darauf ankommt, möglichst viele Kontakte zu knüpfen. Anhand dieses Beispiels verdeutlichte Onaran, dass es letztlich auf die Qualität ankomme. Der Wert eines Netzwerks zeige sich besonders in der Krise. Das sei auch einer der Gründe, warum sie Global Digital Women gegründet habe – eine Plattform zu schaffen, bei der man auch in schlechten Zeiten Unterstützung finden könne.

Foto: Henrik Andree

Abschließend gab Onaran dem Publikum ihre drei Top-Netzwerktipps auf den Weg. Qualität schlägt Quantität, sagte sie. Es gehe nicht darum, 1000 Kontakte zu haben. Studien zeigten, sieben wichtige Kontakte reichten aus. Dabei betonte Onaran, dass diese nicht von ihrer Position her wichtig sein müssten. Vielmehr ginge es darum, dass sie zu den selbstgesteckten Zielen passten. Das führte sie zu ihrem zweiten Grundsatz: Inhalt vor Position. Die Zeiten der exklusiven Netzwerke sei vorbei, schließlich könne heute auch ein Trainee innerhalb kürzester Zeit zum Gründer werden. Ihr letzter Tipp lautete Werde sichtbar! Sichtbarkeit sei alles, so Onaran. Und das Schöne an den Sozialen Medien sei ja, dass man hier seine eigene Geschichte erzählen und so die Wahrnehmung der eigenen Person maßgeblich selbst bestimmen könne.



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Verlosung Netzwerkbibel:

Last, but not least, kommt an dieser Stelle eine tolle Nachricht für alle, die nicht live vor Ort im Telefónica BASECAMP dabei sein und noch kein Exemplar des Buches ergattern konnten: wir verlosen einige Exemplare der „Netzwerkbibel“!

Die Verlosung der fünf Belegexemplare der „Netzwerkbibel“ erfolgt durch das Telefónica BASECAMP, Mittelstraße 51 – 53, 10117 Berlin und läuft bis zum 27.03.2019, 23:59 Uhr.

Und so funktioniert das: Teilnehmer|innen hinterlassen entweder auf Facebook unter dem Beitrag zum Gewinnspiel einen Kommentar mit ihrem besten Networking-Tipp oder schreiben uns auf Twitter mit Nennung @base_campberlin und dem Hashtag #meinnetworkingtipp an. Unter allen Einsendungen werden nach Ende des Gewinnspiels fünf Gewinner|innen ausgelost. Die Gewinner|innen werden per Kommentar unter ihrem Beitrag von uns auf Facebook bzw. Twitter über den Gewinn informiert.

Viel Erfolg!


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Über den Autor

Marina ist für den Aufbau von Kooperationen im Wissenschaftsbereich, sowie die Themen Data Science, Arbeit 4.0, IoT und für Use-Cases für das Telefónica BASECAMP mitverantwortlich. Zuletzt hat Marina beim Fraunhofer-Institut FOKUS strategische Kommunikation auf dem Gebiet der digitalen Transformation, der digitalen Gesellschaft, Smart Cities und Industrie 4.0 vorangetrieben und das Fraunhofer Innovationscluster „Next Generation ID“ geleitet.